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Das Verkleben Von Aluminium Mit Carboxylsubstituierten Polystyrolen Ernst Jenckel

Das Verkleben Von Aluminium Mit Carboxylsubstituierten Polystyrolen

Ernst Jenckel

Published January 1st 1958
ISBN : 9783663033653
Paperback
44 pages
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 About the Book 

Wahrend mit reinem Polystyrol Aluminium nur mit einer Haftfestigkeit von 2 etwa 120 kg/cm verklebt werden kann, erhoht ein geringer Zusatz von verschiedenen Carbonsauren (etwa 0,5 Gewichtsprozent), die durch Misch polymerisation in das PolystyrolMoreWahrend mit reinem Polystyrol Aluminium nur mit einer Haftfestigkeit von 2 etwa 120 kg/cm verklebt werden kann, erhoht ein geringer Zusatz von verschiedenen Carbonsauren (etwa 0,5 Gewichtsprozent), die durch Misch polymerisation in das Polystyrol eingebaut sein mussen, die Haftfestig 2 keit bei Zimmertemperatur auf etwa das 3fache, etwa 360 kg/cm . Bei ho heren Zusatzen an Carbonsaure wird die Haftfestigkeit wieder geringer. Dies wirkt sich besonders stark aus, wenn der Klebstoff in Losungsmit teln mit niedriger Dielektrizitatskonstante aufgetragen wird. Oberhalb der Einfriertemperatur des Polystyrols nimmt die Festigkeit verstandli cherweise rasch ab, und zwar bei reinem Polystyrol sowohl wie bei Misch polymerisat. In allen Proben mit guter Haftfestigkeit wird mindestens teilweise eine Materialtrennung in der Klebfuge beobachtet, was auf eine besonders hohe Festigkeit in der Grenzflache zwischen Klebstoff und Aluminium (Adhasionsfestigkeit) hinweist. Die gute Haftung zwischen Aluminium und Polymerisat konnte als Salzbildung der freien Sauregruppen mit dem metallischen Aluminium, oder auch als Wasserstoffbruckenbindung zwischen den COOH-Gruppen und einer oberflachlichen Aluminiumoxyd schicht verstanden werden. Diese Frage muss offenbleiben, obgleich Salz bildung im Mischpolymerisat mit 50 % Maleinsaure analytisch nachgewiesen werden konnte. Jedoch kann das ausgepragte Maximum der Haftfestigkeit mit zunehmendem Gehalt an Carbonsaure nicht mit einer Anhydridbildung in Verbindung gebracht werden, denn in einem Mischpolymerisat mit Malein sauremonomethylester lasst sich eine Anhydridbildung uberhaupt nicht nachweisen- in einem Mischpolymerisat mit Maleinsaure wird zwar Anhydrid gebildet, aber nur zu einem geringen Prozentsatz, so dass damit das aus gepragte Maximum der Haftfestigkeit nicht erklart werden kann.